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1968 begannen die politischen Strukturen des Systems zu zerfallen, und das „68er-Phänomen“ tauchte auf. 1971 führte der gleitende Dollarkurs zu einem weiteren großen Schwindel, den die meisten noch nicht erkannt haben. Man sollte wissen, daß die Briten für jedes Faß Öl, das sie von den Saudis bekommen, nur drei Dollar bezahlen. Doch bis dieses Öl auf dem Markt in Amsterdam oder anderswo auftaucht, kostet es etwa 100 $. Das ist keine Zauberei, aber wohl ein Trick.
So ist das ganze System ein Betrug. Die Ursache hiervon war die sog. „Ölkrise“ Anfang der siebziger Jahre, eine Folge der Änderungen im Währungssystem von 1971-72. So kam es in der Zeit von 1972-73 zu dem künstlichen Ölpreisschock. Daraus entstand dann der sog. „Amsterdam-Dollar“ - mit einem Wortspiel könnte man sagen: Von da an hat der „verdam(m)te Dollar“ den US-Dollar ersetzt. Von da an war der US-Dollar praktisch nicht mehr Eigentum der USA, sondern er wurde zu einem anglo-amerikanischen Dollar, der über die Öl-Spotmärkte von Amsterdam und anderswo gesteuert wurde. Auf den internationalen Warenmärkten kam es zu weiteren Kettenreaktionen, die meistens von London ausgingen.
Tiefgreifende Wende
Im Zuge davon kam es zwischen 1968 und 1975 zu einer tiefgreifenden Wende, die dazu führte, daß die Nationen Europas und die Vereinigten Staaten nicht mehr die Haupttriebkräfte der physischen Weltwirtschaft waren. Das war auch in Italien sichtbar, wo es noch bis Ende der sechziger Jahre, zumindest in Norditalien, deutliche Verbesserungen in Industrie und Landwirtschaft gab. Seit 1968-75 schrumpfte die reale Produktivität von Landwirtschaft und Industrie vor allem in Europa und den USA, da die Produktion zunehmend in die Billiglohnmärkte der Welt verlagert wurde.
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So wurde beispielsweise der Bürgermeister von New York [Bloomberg], der meines Erachtens nie ehrliches Geld verdient hat, darauf angesprochen, daß er elf Milliarden Dollar hat. Er protestierte: „Ich habe nicht elf Milliarden, sondern 40 Milliarden!“
Doch die Politik dieses New Yorker Bürgermeisters ist, nach italienischen Standards der dreißiger Jahre, faschistisch. Seine Politik ist der Korporatismus, wie ihn auch Mussolini und Volpi di Misurata betrieben haben. Eine ähnliche Politik kommt derzeit unter verschiedenen Namen aus London. Und London steuert auch Bloomberg.
Die Londoner Presse arbeitet jetzt darauf hin, einen der Hauptkandidaten in den Vereinigten Staaten, Barack Obama, auszuschalten. Gleichzeitig unterstützt London aber auch Obama gegen Hillary Clinton. Die Absicht dahinter ist, auf diese Weise Bloomberg ins Rennen um die Präsidentschaft zu bringen.
Aus europäischer Erfahrung ist das für den, der die europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts kennen, nichts ungewöhnliches. Zeiten großer Finanzkrisen, besonders finanzieller Zusammenbruchskrisen, lösen verzweifelte Maßnahmen entsprechender Finanzinteressen aus, die auch politische Macht haben. Im gesamten Eurosystem ist dies bereits im Gang, während es sich gleichzeitig auch in den Vereinigten Staaten abspielt.
Das Problem ist dabei aber, daß sich die jetzige Finanzkrise nur mit dem vergleichen läßt, was sich in Europa abspielte, als die Bardi-Bank von Lucca zusammenbrach und Europa in ein finsteres Zeitalter, das sog. Neue Finstere Zeitalter (14. Jhd. d. Red.), eintrat, in dem die Hälfte der Kirchengemeinden Europas verschwanden und ein Drittel der Bevölkerung umkam. Heute stehen wir möglicherweise vor einer noch größeren Krise als damals.
Es gibt Alternativen
Aber es gibt Lösungen. Ich schlage allen relevanten Kreisen vor, daß die amerikanische Regierung sich personell und inhaltlich grundlegend wandelt und noch in der ersten Hälfte dieses Jahres dazu bewegt wird, sich an Rußland, China und Indien zu wenden, um eine neue Vereinbarung über ein System fester Wechselkurse zu schließen.
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Zur Kenntnisnahme. Bilden Sie sich bitte selbst Ihre Meinung, Ihr Urteil !
“Drum prüfe …” (Markierungen in Fett- bzw. Kursivschrift – wie immer – durch die Redaktion)
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